AMP & Instant Articles: Mehr Schein als Sein?


Page Speed ist eines der zentralen Themen für Webseitenbetreiber, egal ob Publisher oder E-Commerce Anbieter. Lange Ladezeiten kosten Umsatz und User. Google und Facebook haben Lösungen, die das verhindern sollen: Accelerated Mobile Pages (AMPs) und Facebook Instant Articles. Doch hinter den edlen Absichten der Technologieriesen, das Internet schneller zu machen, steckt mehr.

Ohne Frage, AMPs und Instant Articles sind sehr schnell. Einfache statische Layouts, Caching, sowie das Vorladen der Webseite, während der User noch in den Suchergebnissen oder der News Timeline ist, lassen die Seite Sekundenbruchteile nach dem Klick laden. Ein ebenso großer Vorteil: Die Inhalte, die auf den Standards von Google oder Facebook aufsetzen, werden prominent platziert. AMPs werden bei Google ganz oben – noch vor allen anderen Suchergebnissen – im Karussell angezeigt, Instant Articles werden im News Feed hervorgehoben. Trotzdem versichern Google und Facebook: Das Ziel ist lediglich, das Internet schneller zu machen.

Ladezeiten-Optimierung durch klare Strukturen

Problematisch ist, dass Webseiten für AMP und Instant Articles von Grund auf neu konzipiert werden müssen. Eine einfache Umstellung bestehender Seiten ist nicht möglich. Durch die vorgegebenen Strukturen ist eine Neugestaltung zwar relativ einfach umsetzbar, gleichzeitig limitiert der vorstrukturierte Aufbau Entwickler aber massiv.

AMP basiert auf einer stark eingeschränkten HTML-Struktur mit AMP-spezifischen Tags. Statische Inhalte sind leicht abzubilden, dynamisches Verhalten hingegen wird durch das Verbot von benutzerdefinierten JavaScripts stark eingeschränkt. Auch die Einbindung von komplexem CSS sowie 3rd Party Services ist kaum möglich. Webseiten, die auf dynamische Inhalte angewiesen sind, insbesondere Shops und Web-Apps sind daher nicht umsetzbar. Instant Articles sind ohnehin nur für redaktionelle Inhalte nutzbar und noch einfacher aufgebaut. Ein schlichtes HTML-Dokument mit klassischen Tags für die Textstruktur wird mithilfe eines Facebook Editors optisch angepasst.

 

 

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